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Psychosoziale Notfallversorgung in Unternehmen

Alles zu unserem Forschungsprojekt „Psychosoziale Notfallversorgung in Unternehmen - eine Bestandsaufnahme in Deutschland“

"Es gibt viele Faktoren, die die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz beeinflussen. Gerade in Folge von plötzlich auftretenden Notfallsituationen wie Unfällen oder anderen unerwarteten Extremsituationen kann die psychische Stabilität der Betroffenen gefährdet sein. In diesem Fall ist es ratsam, seitens der Betriebe eine psychosoziale Notfallversorgung anzubieten."

- Prof. Dr. Sabine Rehmer, Projektleiterin & Antragstellerin

Ein Überblick

„Es gibt viele Faktoren, die die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz beeinflussen. Gerade in Folge von plötzlich auftretenden Notfallsituationen wie Unfällen oder anderen unerwarteten Extremsituationen kann die psychische Stabilität der Betroffenen gefährdet sein. In diesem Fall ist es ratsam, seitens der Betriebe eine psychosoziale Notfallversorgung anzubieten“, erläutert Prof. Dr. Sabine Rehmer, Studiengangsleiterin und Professorin im Master-Studiengang Arbeits- und Organisationspsychologie. Sie leitet mit ihrem Team das Forschungsprojekt „Psychosoziale Notfallversorgung in Unternehmen – eine Ist-Analyse zur betrieblichen Umsetzung in Deutschland“ an der SRH Hochschule für Gesundheit.

Aktuell ist es auf Grundlage der wissenschaftlichen Literatur und des bisherigen Erkenntnisstands nicht möglich, eine fundierte Aussage über die von den Betrieben gewählten Modelle und Vorgehensweisen bei der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) ihrer Beschäftigten zu treffen. Genau hier setzt das von der DGUV geförderte Forschungsprojekt an. Zum einen sollen betriebliche Umsetzungen der psychosozialen Betreuung nach plötzlich auftretenden Notfallsituationen erfasst und beschrieben werden, zum anderen auch betriebliche Faktoren und Maßnahmen, die diese positiv oder negativ beeinflussen. Ziel des Projektes ist dabei, die gewonnenen Erkenntnisse zur Beratung von Betrieben durch Unfallversicherungsträger (UVT) heranzuziehen.

Prof. Dr. habil. Claudia Luck-Sikorski, Präsidentin der SRH Hochschule für Gesundheit, freut sich über das neue Projekt: „Was unsere Hochschule auszeichnet, ist eine vielseitige Forschungslandschaft. Praktische Probleme werden in der Lehre auf Grundlage der aktuellen Erkenntnisse analysiert und gelöst. Gleichzeitig treten wir mit unserer Forschung auch unmittelbar für eine gesündere Gesellschaft ein. Im Zuge einer stärkeren Fokussierung auf die psychische Gesundheit in der Arbeitswelt wollen wir mit unserem neuen Projekt einen Beitrag dazu leisten, dass Unternehmen ihre Beschäftigten in Notfallsituationen optimal unterstützen.“

Bei dem Forschungsprojekt handelt es sich um eine Querschnittsuntersuchung mit verschiedenen Befragungen. Unterschiedliche Zielgruppen werden dafür jeweils einem Screening und einer Intensivbefragung unterzogen. Dazu gehören Betriebe, UVTs, ehrenamtliche PSNV-Teams sowie externe Anbietende.

Prof. Dr. Sabine Rehmer ist Diplompsychologin mit den Schwerpunkten „Psychische Aspekte von Sicherheit und Gesundheit in der Arbeitswelt“. Neben ihrer Tätigkeit an der SRH Hochschule für Gesundheit am Campus Gera leitet sie das privatwirtschaftliche Unternehmen „IGO – Institut für Gesundheit in Organisationen“.

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