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Therapeutisch arbeiten ohne Approbation

Psychologie-Studierende der SRH Hochschule für Gesundheit können auch ohne anerkannte Zusatzausbildung nach dem Abschluss in der Therapie tätig werden.

„Die Berufsbezeichnung Psychotherapeut:in ist in Deutschland geschützt. Dennoch ist es ein weit verbreiteter Trugschluss, dass man nach dem Psychologiestudium ohne Approbation nicht therapeutisch arbeiten kann. Der Unterschied ist: Nur die Approbation erlaubt eine grundsätzliche Zusammenarbeit mit den Krankenkassen. Der Weg hin zu einer Karriere als niedergelassene:r Therapeut:in ist jedoch langwierig. Von aktuell rund 48.000 approbierten Psychotherapeut:innen haben nur etwa 25.000 einen Kassensitz. Dabei wird ein neuer Kassensitz nur vergeben, wenn sich eine andere Therapeutin oder ein anderer Therapeut zur Ruhe setzt. So vergehen mitunter Jahre bis zur Eröffnung der eigenen Praxis. Hinzu kommt, dass jedes Jahr rund 20.000 Studierende ein Psychologie-Studium aufnehmen, die Konkurrenz im Kampf um die begehrten Kassensitze ist also enorm“, schildert Prof. Dr. Thomas Fankhänel, Professor für Gesundheitspsychologie und Studiengangsleiter im NC-freien Bachelor-Studiengang Psychologie an den Campus Gera und Hamburg der SRH Hochschule für Gesundheit.

Prof. Dr. Thomas Fankhänel betont, dass Absolvent:innen des Bachelor-Studiengangs Psychologie sowie des Master-Studiengangs Psychische Gesundheit und Psychotherapie der Gesundheitshochschule der SRH auch ohne Approbation dieselben Karrieremöglichkeiten auf dem Gebiet der Psychologie offenstehen – mit Ausnahme der kassenärztlichen Niederlassung. Mit einer Schwerpunktsetzung in Klinischer Psychologie kann der Weg z. B. ebenso in die beratende und therapeutische Arbeit mit Patient:innen führen. Klinische Psycholog:innen sind sowohl stationär als auch ambulant, oft in interdisziplinären Teams, tätig. Auf der Grundlage psychologischer Theorien beschreiben und diagnostizieren sie psychische Störungen und arbeiten diese durch Beratungen, Schulungen oder therapeutische Maßnahmen auf. Wie diese Tätigkeit in der Praxis aussehen kann, erlebte Sylbije Merz, Studentin im Bachelor Psychologie am Campus Gera:

„Mein Pflichtpraktikum im 5. Semester habe ich in einer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie absolviert. Anfangs war ich mir unsicher, ob und inwieweit meine erlernten Kenntnisse aus dem Studium für die praktische Tätigkeit ausreichen würden. Im Nachhinein kann ich jedoch sagen, dass ich bestens auf die Aufgaben in der Klinik vorbereitet war. Mein Studium an der SRH Hochschule für Gesundheit schließt in zahlreichen Modulen praktische Übungen und auch Prüfungsleistungen ein, sodass ich mich während des Praktikums vollkommen auf meine Fähigkeiten verlassen konnte. Insbesondere Coachingmaßnahmen, die ich während des Studiums erlernen durfte, konnte ich fast identisch in der Klinik anwenden. So fiel mir auch das Sprechen vor einer größeren Patienten:innengruppe nicht schwer. Bei durchgeführten Gruppentherapien war es aufgrund meines vorhandenen Fachwissens über klinische Störungsbilder auch kein Problem, Fragen der Patient:innen zu beantworten. Die Patient:innen nahmen mich als Teil des Therapeut:innen-Teams ernst und kamen bei Krisen und Nachfragen zum Therapieverlauf auf mich zu. Es macht mich besonders stolz, dass ich mit meinen fachlichen Kenntnissen überzeugen und eine Vertrauensbasis aufbauen konnte. Mein Praktikum in einer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie hat mir gezeigt, dass ich für mich persönlich das richtige Studium gewählt habe und auf jeden Fall als Psychologin im klinischen Bereich tätig sein möchte.“

Das Praktikum im Bachelor-Studiengang Psychologie und im Master-Studiengang Psychische Gesundheit und Psychotherapie an der SRH Hochschule für Gesundheit ermöglicht den Studierenden, bereits während des Studiums Praxisluft zu schnuppern. Dafür erhalten Sie eine wissenschaftlich fundierte Grundausbildung psychologischer Zusammenhänge auf dem neuesten Stand der Forschung. Im Mittelpunkt steht dabei das innovative CORE-Prinzip der SRH: Bei diesem kompetenzorientierten Studienmodell dreht sich alles um eigenverantwortliches und aktives Lernen. Inhaltlich sind die einzelnen Module so ausgestaltet, dass den Studierenden verschiedene Perspektiven eröffnet werden. So sind Absolvent:innen der SRH Hochschule für Gesundheit etwa in der Rehabilitation, Psychiatrie und Psychosomatik therapeutisch tätig, arbeiten aber auch in Bereichen wie Coaching, Personalentwicklung, Markt- und Rechtspsychologie.

Mehr zur Psychologie erfahren

Interessierte können sich bereits jetzt den Gesundheitsdenkertag am 27.04.2022 vormerken oder sich für den kostenfreien Online-Infonachmittag am 19.05.2022 um 16:00 Uhr unter events.hsge@srh.de anmelden.

Dein Ansprechpartner
Prof. Dr. habil. Claudia Luck-Sikorski

Präsidentin; Professorin für Psychische Gesundheit und Psychotherapie

claudia.luck-sikorski@srh.de +49 365 773407-45

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