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Psychische Belastung bei Studierenden

Umfrage zur psychischen Belastung von Studierenden an der SRH Hochschule für Gesundheit

„Das Studentenleben wird häufig als eine Zeit der Feierlichkeiten, der Freizeit und vor allem des Spaßes beschrieben. Sinnbildlich steht es für einen Abschnitt der besonders durch die Unbeschwertheit und die Freiheit geprägt ist. Gleichzeitig deutet das an, dass Studierende nur wenigen Belastungen ausgesetzt sind und kaum Verantwortung zu tragen haben. Jedoch kann ein Studentenleben nicht immer als solch ein zwangloser Lebensabschnitt dargestellt werden. Es markiert ebenso einen wesentlichen Zeitpunkt im Leben junger Erwachsener, der von Übergängen und Entwicklungen geprägt ist. Meisten geht dieser mit einem Auszug, einer ungewohnten Umgebung und neu benötigter Selbstständigkeit einher“, weiß Sophie Orlitzky, Studierende im Bachelor-Studiengang Gesundheitspsychologie an der SRH Hochschule für Gesundheit.

Studieren – eine Gefahr für die Gesundheit?

In Deutschland beträgt das Durchschnittsalter von Studierenden 23,3 Jahre, womit ein Großteil von ihnen unter den Begriff „emerging adulthood“ fällt. Dies ist eine Bezeichnung für den Zeitraum im jungen Erwachsenenalter, in welchem vor allem Veränderungen, Instabilität aber auch maximale Freiheit vorherrschend sind. Das macht ihn gleichzeitig zu einer Entwicklungsphase, die eine hohe psychische Vulnerabilität aufweist. Sichtbar beispielsweise dadurch, dass speziell in dieser Zeitspanne der Ursprung von verschiedenen psychischen Erkrankungen liegt. Studierende befinden sich demnach in einer sensiblen Lebensphase, zu der meist zusätzlich noch Belastungen durch das Studium in Form von Leistungsdruck, Überforderung und hoher Lernanforderung hinzukommen.

Daraus können verschiedene Formen der psychischen Belastungen resultieren, die alle einen Beratungsbedarf haben. Neben Lernstörungen, Motivationsproblemen und Prüfungsangst sind Depressionen ein häufiger Anlass für die Inanspruchnahme von Beratungen. Vermehrt bieten Hochschulen in Deutschland deshalb spezielle Unterstützungsangebote im Bereich der Stressbewältigung bis hin zur psychologischen Beratung an. Der Schwerpunkt von einer akademischen Unterstützung während des Studiums wurde mittlerweile auch auf den Fokus der emotionalen und sozialen Hilfen gelenkt.

Der hohe Bedarf spiegelt sich jedoch nicht in der Anzahl an beanspruchten Hilfeleistungen wider. Als einer der häufigsten Gründe für die hohe Diskrepanz wird der Wunsch, dass Problem allein oder mit der Hilfe von Familie und Freunden zu lösen, genannt. Somit kommen Studierende meist erst, wenn die Belastung schon einen spürbaren Einfluss auf ihren Alltag hat. Eine proaktive Förderung der Gesundheit durch flexible und alternative Interventionen könnte hierbei ein Lösungsansatz sein. Eine Möglichkeit ergibt sich in online basierten Hilfsangeboten. Diese werden tendenziell häufiger von Studierenden in Anspruch genommen, bei denen eine soziale Ängstlichkeit vorliegt. Des Weiteren können sie dem Wunsch, die Probleme selbständig zu lösen, entgegenkommen und stehen jeder Zeit zur Verfügung. Sie helfen die Barriere einer Inanspruchnahme zu überwinden, indem es keine Wartezeit gibt und sie anonym genutzt werden können. Erste Ergebnisse zeigen, dass solche Interventionen einen positiven Effekt auf die psychische Gesundheit der Studierenden haben und die Symptome von Angst, Stress und Depressionen reduziert werden können.

Teilnahme für ein gesundes Studentenleben

„Sicherlich haben viele Studierende schon selbst oder im engeren Umfeld mitbekommen, dass ein Studium auch mit einer höheren psychischen Belastung einher gehen kann. Umso wichtiger sind da hochschulinterne Hilfs- und Beratungsangebote, die einfach und schnell zu erreichen sind. Mit meiner Bachelorarbeit in Gesundheitspsychologie möchte ich zum einen herauszufinden, welche Sachverhalte und Bereiche im Studium als stressig empfunden werden und zum anderen sollen die schon vorhandenen Hilfsangebote der SRH Hochschulen evaluiert werden. Das Ziel ist es herauszufinden, inwieweit die Angebote von Studierenden genutzt werden, was ihre Erfahrungen sind und welche Verbesserungsmöglichkeiten es eventuell noch gibt“, erklärt Sophie Orlitzky.

Diese Befragung widmet sich den Angeboten des SRH Gesundheitsportals. Hierfür werden unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen aller Studienorte benötigt und anschließend ausgewertet.

Der Link zum Fragebogen: https://www.soscisurvey.de/gesundheitsportalSRH/.

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